Die griechischen Bürger haben seit Jahresbeginn mehr als 2,7 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. Ursache: Neue Diskussionen im In- und Ausland über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Die Bankeinlagen der Griechen sind seit Ende Dezember von 131,8 Milliarden Euro auf 129,09 Milliarden Euro Mitte Februar gefallen.

Viele Menschen halten ihr Erspartes in Truhen, Safes und unter ihren Matratzen versteckt. Dies ergibt sich aus Informationen aus Kreisen des Verbandes der griechischen Banken, die am Freitag in der griechischen Presse veröffentlicht wurden.

Probleme in Athen

Griechenland kämpft seit Jahren gegen hohe Schulden. Im Sommer stehen erneut Rückzahlungen in Milliardenhöhe an. Ohne finanzielle Unterstützung droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit.

Wirtschaftlich ist das südeuropäische Land im Kriechgang. Die griechische Wirtschaft ist Ende 2016 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Oktober bis Dezember um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt Elstat am Dienstag mitteilte. Noch im Sommerquartal hatte es ein kräftiges Plus von 0,9 Prozent gegeben.

(reuters/ise)