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In Nordkoreas Fabriken laufen die Maschinen heiss

In Nordkoreas Fabriken laufen die Maschinen heiss
Arbeiterinnen: Die Sonderzone wurde in Zusammenarbeit mit dem Norden gegründet. Keystone

In Nordkoreas Fabriken wird wieder gearbeitet: Der isolierte Staat hat die Produktion in seiner Sonderwirtschaftszone wieder aufgenommen. Südkorea hat daran keine Freude.

Nach mehr als einem Jahr Unterbrechung hat Nordkorea am Freitag offiziellen Angaben zufolge die Arbeit in der gemeinsam mit dem Süden betriebenen Industriezone Kaesong wieder aufgenommen. Auf Propaganda-Websites der Regierung war von «stolzen Arbeitern» zu lesen, die dort für die «Souveränität der Nation» tätig seien. Südkorea hatte die Kooperation in dem Industriekomplex an der Grenze im Februar 2016 aufgekündigt, nachdem der Norden erneut mit einem Raketentest internationale Kritik auf sich gezogen hatte.

Der Süden stellte danach die finanzielle Unterstützung ein und begründete dies damit, nicht indirekt das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm unterstützen zu wollen. Aus Kreisen des südkoreanischen Ministeriums für Wiedervereinigung verlautete, der Norden dürfe die Eigentumsrechte der südkoreanischen Betriebe in der Zone nicht verletzen. Eine offizielle Erklärung war zunächst nicht zu erhalten.

Der Krieg wurde nie beendet

Die Sonderwirtschaftszone wurde im Jahr 2002 gegründet. Dort siedelten sich südkoreanische Unternehmen an, in denen nordkoreanische Arbeiter tätig waren. Südkorea und Nordkorea befinden sich formal seit Jahrzehnten im Krieg, denn der Korea-Krieg von 1950 bis 1953 endete mit einem Waffenstillstand. Einen Friedensvertrag gibt es nicht. Nach einer Reihe nordkoreanischer Atom- und Raketentests haben sich die Spannungen über die Region hinaus erheblich verschärft. Das kommunistische Land arbeitet an atomwaffenfähigen Raketen, mit denen das US-Festland erreicht werden kann.

(reuters/mbü)

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