1. Home
  2. Konjunktur
  3. Nullteuerung: Ein Novum in Grossbritannien

Preise
Nullteuerung: Ein Novum in Grossbritannien

London: Die Preise bleiben stabil. Keystone

Das gab es noch nie auf der Insel: Die Inflation sinkt auf null Prozent. Trotzdem will die britische Notenbank nichts überstürzen. Die Zinsen werden wohl erst im neuen Jahr steigen.

Veröffentlicht am 24.03.2015

In Grossbritannien stagnieren die Preise erstmals seit Jahrzehnten. Da Öl günstiger als vor Jahresfrist zu haben ist und sich auch Computer verbilligten, fiel die Inflationsrate im Februar auf null Prozent. Dies teilte das Statistikamt ONS am Dienstag in London mit. Im Januar lag die Teuerungsrate noch bei 0,3 Prozent.

Stagnierende Lebenshaltungskosten hat es auf der Insel seit Beginn der entsprechenden Aufzeichnungen im Jahr 1989 noch nicht gegeben. Schätzungen des ONS zufolge dürfte die Inflationsrate allerdings 1960 noch niedriger gelegen haben. Die Bank of England (BoE) stellt sich darauf ein, dass die Preise sogar kurzzeitig sinken werden.

Teuerung von zwei Prozent angestrebt

Die Notenbank strebt mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von zwei Prozent an. Dennoch will BoE-Chef Mark Carney nicht übereilt auf die im Sog des Ölpreisverfalls gesunkene Inflationsrate reagieren. Experten erwarten, dass die Zentralbank das historisch niedrige Zinsniveau von 0,5 Prozent erst in rund einem Jahr anheben wird.

(reuters/ise/ama)

Anzeige