Die Währungskrise ergreift Europa. Für einen Euro mussten am Nachmittag 4.2910 Zloty bezahlt werden. Am Vortag hatten noch 4.2469 Zloty gereicht. «Es gibt eine leichte Panik im Markt, alles schwächt sich ab», fasste ein Händler in Warschau zusammen. Zur ungarischen Währung verteuerte sich der Euro auf 302.50 von 301.43 Forint. Dabei spielte auch eine neuerliche Zinssenkung vom Vortag eine Rolle. Der rumänische Leu verlor zum Euro 0,2 Prozent an Wert.

Gegen den Trend konnte sich nur die tschechische Krone behaupten, die unter den osteuropäischen Währungen als «sicherer Hafen» gilt. Der Euro kostete mit 25.691 Kronen etwas weniger als am Vorabend mit 25.704 Kronen.

Weniger starkes Engagement

Bisher haben die osteuropäischen Währungen laut Händlern die Kapitalflucht der Anleger aus den Schwellenländern recht gut verkraftet. «Die Region bekommt nicht die ganze Welle der globalen Kapitalflucht mit, da sich die Volkswirtschaften der wichtigsten Handelspartner wie Deutschland und andere Euro-Länder gerade erholen», sagte ein Händler. Zudem sei das Engagement der Anleger in den osteuropäischen Ländern weniger stark als in anderen Regionen.

(reuters/se/aho)