Im Vorfeld von weltweit Protesten der Occupy-Bewegung haben Aktivisten im Internet ein Manifest veröffentlicht, das «konkrete Anregungen für den globalen Wandel» fordert. Mitglieder dutzender Occupy-Gruppen hätten sich am Entstehen des Manifests beteiligt, sagte ein Sprecher von Occupy London.

Das Manifest fordert ein «unbedingtes Ende der Sparpolitik, die nur einer Minderheit nutzt». Für Samstag haben Aktivisten im Internet zu koordinierten Protesten unter anderem in New York, London, Paris, Madrid und Sydney aufgerufen.

In dem Manifest fordern die Occupy-Aktivisten freien Zugang zu Gesundheit und Bildung, eine globale Finanztransaktionssteuer, den stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien und eine Reform von Finanzinstitutionen wie der Weltbank, um diese «demokratischer» zu machen.

Jeder habe ein Recht, Kultur zu geniessen, heisst es unter dem Motto «Neben Brot wollen wir auch Rosen». Darum müsse die Arbeitszeit schrittweise reduziert werden - bei gleichbleibender Bezahlung.

Die Occupy-Bewegung war im vergangenen September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe «Occupy Wall Street» dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten prangerten dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

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(vst/sda)