Europa kann mit einem leichten Anstieg der Wirtschaftskraft in diesem und im kommenden Jahr rechnen. Nach einer Projektion der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wächst das Bruttoinlandsprodukt in den 21 EU-Ländern der Organisation um 1,4 Prozent 2014 und um 1,9 Prozent 2015. Das geht aus einer am Donnerstag in Paris veröffentlichten Studie hervor. Für ihre Euro-Länder hat die OECD 1,0 Prozent 2014 und 1,6 Prozent 2015 berechnet.

Die OECD sieht die EU-Länder insgesamt wie auch die von der Krise am stärksten betroffenen Länder «nach Jahren geringen und unbeständigen Wachstums» auf dem Weg der Besserung. Das geringe Wachstum habe allerdings strukturelle Ursachen. Die OECD-Analysten nennen als Beispiele hohe Steuerlasten, starre Arbeitsregelungen, Wettbewerbshindernisse und zu wenig Dynamik bei Innovationen.

OECD fordert mehr Reformen

Die OECD sieht zwar in einigen Ländern erste Reformschritte, fordert aber insgesamt mehr Anstrengungen, um mit grundlegenden Reformen in mehr Ländern das Wachstum auf europäischer Ebene zu verbessern. Dienstleistungssektoren sieht die OECD häufig national geschützt, auch bei direkten Investitionen aus dem Ausland gebe es unnötige Beschränkungen.

Anzeige

(awp/me)