Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben nur Deutschland und Chile heute eine niedrigere Arbeitslosenquote als vor Beginn der Wirtschaftskrise. Alle anderen OECD- und viele G20-Länder kämpfen demnach noch immer mit den Folgen der Rezession für den Arbeitsmarkt.

Die Langzeitarbeitslosigkeit habe sich seit 2007 in einigen Ländern verdoppelt, in den USA sogar verdreifacht, schreibt die OECD. Nach einer Entspannung in vielen Regionen im Jahr 2010 mache das jüngst wieder gedrosselte Wirtschaftswachstum die kurzzeitigen Gewinne aber zunichte.

Laut ihrem Beschäftigungsausblick verzeichnet die Organisation in ihren 34 Mitlgliedsländern ein Minus von 13 Millionen Jobs gegenüber der Vorkrisenzeit. Demzufolge waren im Juni OECD-weit mehr als 44 Millionen Menschen arbeitslos.

Am stärksten unter dem Einbruch bei den Arbeitsplätzen leide die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen. Ihre Beschäftigungszahl ging laut den Angaben zwischen Ende 2007 und 2010 um 10 Prozent zurück. Ähnlich schlecht erging es Geringqualifizierten mit einem Minus von 9 Prozent.

(tno)