Volkswirte sehen es als immer wahrscheinlicher an, dass die USA in eine erneute Rezession abstürzen. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 200 Ökonomen.

Demnach wird die Wahrscheinlichkeit, dass die weltgrösste Volkswirtschaft erneut schrumpft, nun mit 25 Prozent bewertet. Vor einem Monat lag die Einschätzung noch bei lediglich 20 Prozent. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA, schlechte Konjunktur- sowie Arbeitsmarktdaten, weltweite Konjunktursorgen und Kurseinbrüche an fast allen Aktienmärkten drücken derzeit die Stimmung.

Experten rechnen fürs laufende Quartal aufs Jahr hochgerechnet in den USA nur noch mit einem Wachstum von 2,3 Prozent. Bisher waren 3,1 Prozent erwartet worden.

Zugleich sind die Ökonomen zurückhaltender, was die Konjunkturerholung in Europa angeht. Die Schuldenkrise, die sich von Griechenland über Irland und Portugal auch auf Spanien und Portugal ausgeweitet habe, verzögere den Aufschwung in den EU-Staaten, ergab die Umfrage.

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Deutlich optimistischer bewerteten die Ökonomen hingegen die Chancen Japans nach der Beben- und Atomkatastrophe im März. Dank des Wiederaufbaus seien die Aussichten besser und Japan könnte noch im laufenden Quartal der Rezession entkommen. Bedenken haben die Ökonomen lediglich wegen des starken Yen.

(laf/sda)