Der russische Ölkonzern Rosneft schliesst ein weiteres Abrutschen des Ölpreises um rund 20 Prozent auf unter 60 Dollar pro Fass nicht aus. Ein solcher Preisverfall sei möglich, allerdings wohl nur gegen Ende der ersten Jahreshälfte 2015, sagte Rosneft-Chef Igor Setschin der Zeitung «Die Presse» aus Österreich.

Am Donnerstag hatte sich der Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent um mehr als sechs Prozent auf knapp 73 Dollar verbilligt. Vorausgegangen war die Entscheidung des Öl-Kartells Opec, die Fördermengen nicht zu kürzen, obwohl der Ölpreis vor allem wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und China um gut ein Drittel gesunken war. Die Opec-Entscheidung verschärft Russlands Haushaltsprobleme. Das Land hat ohnehin schon mit den Auswirkungen der westlichen Wirtschaftssanktionen wegen der Ukraine-Krise zu kämpfen.

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Kürzungen in Russland

Setschin sagte zudem, er glaube, Russland habe das Potenzial, seine Fördermenge um 200.000 bis 300.000 Fass pro Tag zu kürzen, sollte der Ölpreis weiter so niedrig bleiben. (1 Fass = 159 Liter) Russland ist nicht Mitglied der Organisation Erdöl fördernder Länder (Opec).

(reuters/dbe)