Die kanadische Wirtschaft ist wegen niedriger Ölpreise in die Rezession gerutscht. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftskraft auf das Jahr hochgerechnet um 0,5 Prozent geschrumpft, teilte die kanadische Statistikbehörde am Dienstag in Ottawa mit. Bereits im ersten Quartal war das Bruttoinlandprodukt um revidiert 0,8 Prozent gesunken. Nach gängiger Definition von Analysten befindet sich eine Volkswirtschaft in der Rezession, wenn sie mindestens zwei Quartale in Folge geschrumpft ist.

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Die Wirtschaft des Ölexportlandes Kanada hat derzeit insbesondere mit den niedrigen Ölpreisen zu kämpfen. Kanada ist unter den sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) der grösste Rohölexporteur. Trotz der jüngsten Gegenbewegung sind die Ölpreise seit Juli erneut unter Druck geraten.

Experten waren pessimistischer

Allerdings kann man den aktuellen Zahlen auch etwas Positives abgewinnen: So ist die Schrumpfung schwächer ausgefallen als erwartet. Analysten haben mit einem Rückgang um einen Prozent gerechnet. Zudem hat die Wirtschaft im Monat Juni isoliert betrachtet wieder auf einen Wachstumskurs zurückgefunden. Das Statistikamt meldete einen Anstieg um 0,5 Prozent im Vormonatsvergleich.

(awp/mbü/ama)