Die Ölpreise bleiben nach negativen Konjunkturdaten aus China und aufgrund eines weiterhin hohen Angebots auf Talfahrt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 51,04 US-Dollar. Das waren 1,18 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 70 Cent auf 46,42 Dollar.

Pessimistische Einkaufsmanager

Schlechte chinesische Konjunkturdaten vom Wochenende drückten weiter auf die Ölpreise, weil sie auf eine schwächelnde Nachfrage verweisen. Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel mit 47,8 Punkten auf ein Zweijahrestief. Werte unterhalb von 50 Punkten deuten darauf hin, dass die Industrieproduktion schrumpft. Auch der offizielle Stimmungsindikator, der von der Regierung und vom Handelsverband CFLP ermittelt wird, hatte zuletzt enttäuscht.

Auffällig hohe Produktion des Iraks

Zudem bleibt das Angebot auf dem Ölmarkt hoch. Neben einer rekordhohen saudi-arabischen Produktion trage dazu eine auffällig hohe Produktion des Iraks bei, schreiben Analysten der Commerzbank. Zuversichtliche Signale des iranischen Ölministers hinsichtlich einer baldigen Anhebung der iranischen Ölimporte halten die Analysten allerdings für unrealistisch. Ausserdem gebe es Risiken für die Exporte aus dem Nahen Osten, die der Markt bislang ignoriere. So dürften die Ausfuhren aus dem kurdischen Norden angesichts der militärischen Auseinandersetzung zwischen der PKK und der türkischen Luftwaffe nun komplett eingestellt werden, so die Analysten.

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Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Freitag bei 50,50 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) gelegen habe. Das waren 95 Cent weniger als am Vortag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

(awp/dbe/chb)