Experten hatten bei der Sitzung am Mittwoch in Wien eine Erhöhung der Förderquote der zwölf Mitgliedstaaten erwartet. Doch daraus wird nichts: Es bleibt bei den bisherigen 24,8 Millionen Barrel pro Tag.

Die  Opec will innerhalb von drei Monaten erneut zusammenkommen, um über die Fördermenge zu beraten. Opec-Generalsekretär Abdullah al Badri sagte vor den Medien in Wien, die Mitglieder hätten sich nicht auf eine Produktionssteigerung einigen können.

Saudi-Arabien und weitere einflussreiche Golfstaaten hatten sich für eine Anhebung eingesetzt, um die Märkte zu beruhigen. Sie hatten für eine Erhöhung der Förderquote um bis zu 1,5 Millionen Barrel pro Tag plädiert. Damit wollten sie dem Wunsch der Industriestaaten nach niedrigeren Energiepreisen nachkommen.

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Das Lager der Gegner wurde vom Iran angeführt, dem zweitgrössten Produzenten innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec). Iran und weitere Länder wie Venezuela, Irak und Ecuador weigerten sich, die Ölhähne weiter aufzudrehen.

Steigende Preise

«Dank der Anstrengungen der Opec ist der Markt weiterhin gut mit Öl versorgt», sagte der iranische Energieminister Mohammed Aliabadi, dessen Land derzeit den Opec-Vorsitz innehat. Aliabadi machte Spekulanten für die jüngsten Preisausschläge auf den Ölmärkten verantwortlich.

Der Ölpreis stieg von Januar bis April um 25 Prozent. Verursacht wurde dies durch eine grössere Nachfrage und einen Rückgang der Fördermenge wegen der Volksaufstände in Nordafrika und dem Nahen Osten.

Brent-Rohöl kostete am Mittwochnachmittag 117,81 Dollar pro Barrel und damit 1,08 Dollar mehr als am Vorabend. Der Preis für US-Öl legte um 1,14 Dollar auf 100,33 Dollar zu. Die zwölf  Opec-Länder stehen für 40 Prozent der weltweiten Ölförderung.

(cms/sda)