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Beschluss
Panama gibt künftig Steuerinformationen preis

Frau mit Panama-Brille: Das Land tritt einer OECD-Konvention bei. Keystone

Nach dem Skandal um Briefkastenfirmen nimmt Panama einen Kurswechsel vor: Das mittelamerikanische Land teilt künftig Steuerinformationen gemäss den Regeln der OECD.

Veröffentlicht am 15.07.2016

Nach dem Skandal um die «Panama Papers» will das mittelamerikanische Land seine Steuerinformationen mit anderen Staaten teilen. Panama wolle der Konvention über gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen der Industrieländerorganisation OECD beitreten, teilte das Aussenministerium am Freitag mit. Auf Anfrage werde Panama den Behörden anderer Länder künftig Steuerdaten zur Verfügung stellen. Der automatische Datenaustausch bleibe auf jene Länder beschränkt, mit denen Panama bilaterale Verträge abgeschlossen hat.

Anfang April hatten zahlreiche Medien über gut 200'000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet. Politiker, Prominente und Sportler sollen ihr Vermögen in Offshore-Firmen geparkt haben. Die Veröffentlichung der «Panama Papers» führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer internationalen Debatte über Steueroasen und Geldwäscherei.

(sda/mbü)

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