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Ermittlungen
Panama Papers: War das Datenleck in Genf?

Mossack Fonseca: Sie sind auch in Genf mit einem Büro verteten. Keystone

Die bei ihnen gestohlenen Unterlagen führten zum Panama-Papers-Skandal. Nun haben die Anwälte von Mossack Fonseca in Genf einen Ex-Mitarbeiter eingeklagt: Er soll offenbar Daten entwendet haben.

Veröffentlicht am 15.06.2016

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat nach einer Strafanzeige der Kanzlei Mossack Fonseca ein Verfahren eingeleitet. Es soll sich gegen einen Informatiker der Genfer Zweigstelle richten. Der Mediensprecher der Genfer Justizbehörden, Henri Della Casa, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Internetseite der Zeitung «Le Temps». Allerdings machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben zu Details der Klage oder des Verfahrens.

Gemäss dem Bericht von «Le Temps» richtet sich die Klage gegen eine Informatiker, der im Verdacht steht, ein sehr grosses Datenvolumen entwendet zu haben. Die Klage soll unter anderem auf Unbefugte Datenbeschaffung sowie Veruntreuung lauten. Die Kanzlei Mossack Fonseca war nach den Enthüllungen im Zuge der «Panama Papers» für die Offshore-Geschäfte weltweit in die Kritik geraten. Als Quelle figurierte eine anonyme Person, die sich «John Doe» nannte.

«Süddeutsche» berichtete zuerst

Diese Person übergab 2,6 Terabyte vertrauliche Daten der «Süddeutschen Zeitung». Die Daten wurden vom Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) ausgewertet.

(sda/mbü)

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