Die Pensionskassen haben vom guten Anlagejahr 2012 profitiert. Die Wertschwankungsreserven stiegen um über 80 Prozent auf 35,5 Milliarden Franken, die Unterdeckung konnte um 11 Prozent auf 37,8 Milliarden Franken abgebaut werden.

Das Gesamtvermögen der beruflichen Vorsorge belief sich Ende 2012 gemäss provisorischen Ergebnissen auf 672,6 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Dies ist ein Plus von fast 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Nettoergebnis aus der Vermögensanlage betrug 45,9 Milliarden Franken.

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Die Immobilienanlagen stiegen um fast 7 Milliarden Franken (+6,4 Prozent), die Aktien legten um 25,2 Milliarden Franken (+15,7 Prozent) zu. Die Wertschwankungsreserven stiegen zwar markant an, doch entsprach der Wert mit 5,3 Prozent der Bilanzsumme noch nicht dem angestrebten Umfang, wie das BFS schreibt.

Technische Rückstellung

Die Unterdeckung reduzierte sich gesamthaft auf 37,8 Milliarden Franken (-10,9 Prozent). Bei den öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen betrug sie 34,7 Milliarden Franken, ein Prozent weniger als im Vorjahr. Im Berichtsjahr waren laut BFS kaum Ausfinanzierungen von Unterdeckungen, sondern vermehrt Verstärkungen der technischen Rückstellungen zu beobachten.

Bei den privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen betrugen die Unterdeckungen noch 3,1 Milliarden Franken, ein Minus von über 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Kapitalbezüge

Arbeitgeber und Versicherte zahlten 2012 48 Milliarden Franken an Beiträgen und Einlagen in die berufliche Vorsorge ein, 2 Prozent mehr als 2011. Aus dem Ertragsüberschuss flossen 14,9 Milliarden Franken in die Wertschwankungsreserven, 5,6 Milliarden Franken dienten zur Reduktion von Unterdeckungen.

Im Jahr 2012 wurden 19,6 Milliarden Franken (+3,6 Prozent) Altersrenten sowie 6 Milliarden Franken (+7 Prozent) Kapitalleistungen bei Pensionierung ausbezahlt. Der Durchschnittswert des Kapitalbezugs nahm weiter ab, auf 170'300 Franken (-2,2 Prozent).

Fast 3,9 Millionen aktive Versicherte zählte die berufliche Vorsorge, 650'880 Pensionierte (+4,7 Prozent) bezogen eine Rente und 35'090 (+9,9 Prozent) verlangten die Kapital- oder Teilkapitalauszahlung. Die Anzahl der Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten sank weiter auf 2'075 (-5,3 Prozent). Die definitiven Ergebnisse werden Anfang 2014 publiziert.

(awp/vst/chb)