Das Geschäftsklima in China festigt sich. Der endgültige Einkaufsmanagerindex der britischen Grossbank HSBC für das herstellende Gewerbe stieg im Mai von 48,1 Punkten im Vormonat auf 49,4. Er bestätige, dass sich die Wirtschaft stabilisiere, sagte HSBC-China-Ökonom Hongbin Qu am Dienstag. «Aber es ist zu früh, davon zu sprechen, dass die Talsohle durchschritten ist, besonders vor dem Hintergrund eines schwächeren Immobiliengeschäfts.»

Der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex für das nicht produzierende Gewerbe legte hingegen im April von 54,8 im Vormonat auf 55,5 Punkte zu, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Der Index des Statistikamtes und Logistikverbandes verfolgt Bereiche wie Bau, Software, Luftverkehr, Bahn und Immobilien. Es war der zweite monatliche Anstieg in Folge. Über der Grenze von 50 Punkten ist von einer Expansion auszugehen, darunter schrumpfen die Aktivitäten.

Wachstum fehlt Schwung

Dem Wachstum fehle weiter beständiger Schwung, was stärkere politische Unterstützung erfordere, sagte HSBC-Ökonom Qu angesichts der unverändert schwachen Frühindikatoren für die zweitgrösste Volkswirtschaft. «Wir rechnen damit, dass die Geld- und Haushaltspolitik in den kommenden Monaten schrittweise gelockert wird.»

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(awp/dbe)