Trotz weniger Übernachtungen im August zeigt sich der Verband Hotelleriesuisse mit der Zahl der Logiernächte über den ganzen Sommer insgesamt zufrieden. Als grosses Problem bezeichnet er aber den Preisdruck.

Der Umfang des Übernachtungsrückgangs von 3,6 Prozent im August überrasche zwar, sagte Hotelleriesuisse-Sprecher Beat Waldmeier am Montag auf Anfrage. Denn das Wetter sei besser gewesen als noch 2014. Gerade für die Übernachtungen der Schweizer spielt das Wetter eine grosse Rolle.

Heisser Sommer

Allerdings war der Sommer in diesem Jahr ungewöhnlich heiss. Viele inländische Gäste hätten deshalb die Ferien vorgezogen und seien vor der Hitze in die Berge geflüchtet, sagte Waldmeier. Im Juli etwa stiegen die Logiernächte von inländischen Gästen um 4 Prozent an, wie aus Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht.

Ein grosses Problem sei aber der Preisdruck. Die Zimmererlöse seien gesunken, führte der Hotelleriesuisse-Sprecher aus. Viele Hoteliers in den Bergen hatten ihre Betriebe diesen Sommer geschlossen.

Weniger Betriebe

Die Zahl der geöffneten Betriebe sank im August gemäss Zahlen des BFS auf 4793. Vor einem Jahr hatten noch 4844 Betriebe offen.

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Die Zahl der Betten blieb derweil konstant. Die Strukturbereinigung im Schweizer Tourismus geht damit weiter. Einerseits gehe der Trend zu grösseren Betrieben, sagte Waldmeier. Andererseits gehe der Trend von den Bergen in die Stadt: Während Hotels in den Bergen schliessen, gehen in den Städten neue Betriebe auf.

(sda/ise/hon)