In Deutschland hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres leicht abgeschwächt. Die Teuerungsrate habe im Januar bei 1,3 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach endgültigen Zahlen mit und bestätigte damit eine erste Schätzung. Volkswirte hatten dies erwartet. Im Dezember hatte die Jahresrate noch etwas höher bei 1,4 Prozent gelegen, nach ebenfalls 1,3 Prozent im November.

Im Vergleich zum Vormonat fiel der Verbraucherpreisindex im Januar um 0,6 Prozent. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit auch in dieser Abgrenzung seine vorläufigen Ergebnisse. Volkswirte hatten dies ebenfalls erwartet.

Preise bei Nahrungsmittel und Tabak gestiegen

Die moderate Inflationsrate zum Jahresauftakt erklärte das Bundesamt vor allem mit sinkenden Preisen bei Mineralölprodukten. Diese hätten sich im Jahresvergleich um 5,2 Prozent verbilligt. Dagegen seien die Januar-Preise für Nahrungsmittel und Tabak im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher ausgefallen.

Den starken Preisrückgang im Monatsvergleich bezeichnete das Bundesamt als «im Wesentlichen saisonbedingt». Die Preise für Pauschalreisen und für Flugtickets seien im Januar deutlich unter das Preisniveau des Urlaubsmonats Dezember gefallen.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag laut Bundesamt im Januar um 1,2 Prozent über dem Stand von Januar 2013. Damit liegt die Inflation deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB sieht in der Eurozone die Preisstabilität bei einer deutlich höheren Inflationsrate von knapp zwei Prozent als gewährleistet an. Im Vergleich zum Vormonat sei der HVPI im Januar deutlich um 0,7 Prozent gesunken. Auch bei den HVPI-Daten bestätigte das Bundesamt wie erwartet die erste Schätzung.

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(sda/me/sim)