Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) in der Schweiz ist im Juni 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,1Prozent gesunken auf einen Indexstand von 91,6 Punkten (Dezember 2010 = 100). Während der Produzentenpreisindex im Durchschnitt unverändert blieb, sank der Importpreisindex leicht. Innert Jahresfrist fiel das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 6,1 Prozent.

Der Produzentenpreisindex, der die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte zeigt, zeigte im Berichtsmonat gegenüber dem Vormonat keine Veränderung. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich hingegen ein deutlicher Preisrückgang um 4,3 Prozent.

Günstigere Textilien

Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat verzeichneten laut Mitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Dienstag insbesondere Textilien sowie Produkte der Bauschreinerei und des Innenausbaus. Höhere Preise registrierte man dagegen für Gemüse und Kartoffeln. Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie blieben die Preise für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat unverändert, während die Exportpreise um 0,1 Prozent sanken. Gegenüber dem Vorjahr lagen die Raten bei -3,5 Prozent bzw. -5,2 Prozent.

Der Importpreisindex, der die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll zeigt, ging im Juni 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 10,0 Prozent tiefer.

Ölpreise sinken

Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten laut BFS vor allem Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte. Dasselbe gilt für Erdöl und Erdgas, Getreide, Hülsenfrüchte und Ölsaaten, Gemüse, Gartenbauprodukte, Textilien, Leder, Lederwaren und Schuhe, Diesel, Roheisen und Stahl. Preiserhöhungen beobachtete man demgegenüber für sonstiges Obst, Nüsse und Computer.

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Die Jahresteuerung (Gesamtindex) ist seit dem SNB-Entscheid im Januar stark rückläufig, wobei sich der Juni-Wert gegenüber der Mai-Zahl allerdings nicht mehr gross verändert hat. In den letzten Monaten lagen die Jahres-Raten bei -6,0 Prozent (Mai), -5,2 Prozent (April), -3,4P rozent (März), -3,6 Prozent (Februar) bzw. -2,7 Prozent (Januar). Im Jahresdurchschnitt 2014 waren die Produzentenpreise um 1,1Prozent rückläufig gewesen.

(awp/mbü/ama)