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Abkühlung
Preise für Wohneigentum sinken 2015 erstmals

Wohnungen in Zürich: Eigentum ist im Juli billiger geworden. Keystone

Der überhitzte Immobilienmarkt scheint sich leicht abzukühlen. Im Juli sind die Preise für Wohneigentum in der Schweiz erstmals seit Jahresbeginn gesunken.

Veröffentlicht am 18.08.2015

Die Angebotspreise für Wohneigentum in der Schweiz sind erstmals im laufenden Jahr zurückgegangen. Der von ImmoScout24 und dem Beratungsunternehmen IAZI publizierte Immobilienindex sank im Juli sowohl bei den Einfamilienhäusern (-1,0 Prozent) als auch bei den Eigentumswohnungen (-0,9 Prozent).

Während der von der UBS berechnete «Blasenindex» (Swiss Real Bubble Index) im zweiten Quartal weiter zulegte, würden die Juli-Zahlen einen möglichen Wendepunkt markieren, heisst es in einer Mitteilung von IAZI . Der UBS Swiss Real Bubble Index sei allerdings zeitverzögert, wie es heisst.

Prognose bestätigt

«Somit bestätigen unsere Juli-Zahlen die Prognosen der Fachleute, wonach sich die Entwicklung nicht zuletzt aufgrund der steigenden Leerstandziffer bei Neubauten und wegen des starken Frankens in den kommenden Wochen und Monaten abschwächen könnte», wird Martin Waeber, Director ImmoScout24, in der Mitteilung zitiert.

Die Jahresauswertung der Angebotspreise zeigt aber nach wie vor einen moderaten Anstieg. Per Ende Juli weist der Index für Einfamilienhäuser noch ein Plus von 0,6 Prozent aus, während die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in der gleichen Zeitspanne um 1,5 Prozent anstiegen. Seit Start der Erhebung Anfang 2011 stieg der Index bei den Einfamilienhäusern um insgesamt 9,1 Prozent und bei den Eigentumswohnungen um 18 Prozent.

Der IAZI-Index bildet nicht die effektiven Verkaufspreise ab, sondern beruht auf den Immobilien-Angebotspreisen. Damit veranschaulicht er eher die Erwartungshaltung der Verkäufer als die tatsächliche Preisentwicklung.

(awp/dbe/ama)

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