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Konsum
Preise steigen, Jahresteuerung negativ

Starker Franken: Nahrungsmittel werden billiger. Keystone

Die Schweizer mussten im März nach drei Monaten sinkender Preise wieder leicht mehr für ihre Güter zahlen.

Veröffentlicht am 08.04.2015

Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) ist nach einem dreifachen monatlichen Rückgang wieder angestiegen. Im März 2015 steht der Index bei 98,2 Punkten (Dezember 2010 = 100) und damit 0,3 Prozent höher als im Februar. Somit resultiert eine Jahresteuerung von -0,9 Prozent, verglichen mit Jahresraten von -0,8 Prozent im Februar 2015 beziehungsweise von 0,0 Prozent im März 2014.

Ausserhalb der Erwartungen

Die Werte lagen damit ausserhalb der Erwartungen: Die Schätzungen der von AWP befragten Ökonomen für den Monatswert lagen in einer Spanne von -0,1 Prozent bis +0,2 Prozent und jene für den Jahreswert zwischen -1,3 Prozent bis -1,0 Prozent.

Den Anstieg des Landesindexes der Konsumentenpreise führt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung vorwiegend auf das Ende des Ausverkaufs im Bekleidungssektor sowie höhere Preise für Benzin, Diesel, Heizöl und Pauschalreisen zurück. Rückläufig seien hingegen die Preise für Automobile und diverse Lebensmittel gewesen, hiess es.

Hauptgruppen steigen

Entsprechend gestiegen sind im März die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (+6,1 Prozent), Alkoholische Getränke und Tabak (+0,9 Prozent), Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0,6 Prozent), Freizeit und Kultur (+0,4 Prozent), Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,2 Prozent), Wohnen und Energie (+0,2 Prozent) sowie Restaurants und Hotels (+0,1 Prozent).

Rückläufig waren hingegen die Indizes der Hauptgruppen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,3 Prozent) sowie Nachrichtenübermittlung (-0,1 Prozent). Insgesamt unverändert blieben die Indizes der Hauptgruppen Verkehr und Gesundheitspflege, während im Bereich Erziehung und Unterricht keine Erhebung stattfand.

Inlandgüter stabil

Weiter blieben die Preise der Inlandgüter den Angaben zufolge im Vergleich zum Vormonat unverändert und jene der Importgüter stiegen um 1,4 Prozent. Innert Jahresfrist legten die Preise der Inlandgüter um 0,3 Prozent zu, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 4,3 Prozent verzeichneten, wie es hiess.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, erreichte im Berichtsmonat einen Wert von 103,0 Punkten. Dies entspricht einer Veränderungsrate von +0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und von -0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

(awp/chb)

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