Die Preise in der Euro-Zone fallen nur noch leicht. Die Inflationsrate lag im März bei minus 0,1 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Im Februar waren die Preise noch um 0,3 Prozent gesunken. Auch im Januar und Dezember lag die Inflationsrate unter der Null-Linie. Dabei spielt insbesondere der Ölpreisverfall eine Rolle, der sich nun abgemildert hat.

So sanken die Energiekosten der Verbraucher im März zum Vorjahr um 5,8 Prozent. Im Februar war die Entlastung für die Konsumenten mit minus 7,9 Prozent noch deutlich grösser. Die Kosten für Dienstleistungen legten im März binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent zu.

Deflationsspirale verhindern

Der seit Monaten anhaltende Preisverfall hat die Europäische Zentralbank (EZB) auf den Plan gerufen. Sie versucht seit März, mit massiven Staatsanleihekäufen ein Abrutschen der Euro-Zone in eine deflationäre Abwärtsspirale zu verhindern.

Diese droht, wenn Käufer in Erwartung immer weiter fallender Preise Käufe aufschieben, Löhne sinken und letztlich Investitionen ins Stocken geraten. Die EZB hat ein Inflationsziel von knapp zwei Prozent und ist von diesem Wert derzeit noch meilenweit entfernt.

(reuters/dbe/ama)