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Bewertung
Rating von Italien nur noch knapp über Ramsch

Kolosseum in Rom: Standard & Poor's stuft Italien auf «BBB-» ab.  Bloomberg

Standard & Poor's stuft Italien herab und führt das Land künftig noch eine Stufe über «Ramschniveau». Mit der neuen Bewertung «BBB-» sieht Standard & Poor's Italien schwächer als andere Agenturen.

Veröffentlicht am 05.12.2014

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditbewertung für Italien gesenkt. Die Agentur begründete den Schritt am Freitag unter anderem mit der zuletzt schwachen Konjunktur. Die neue Bewertung lautet «BBB-» nach zuvor «BBB». Damit liegt das Rating nur noch eine Stufe über dem sogenannten «Ramschniveau», mit dem riskante Anlagen gekennzeichnet werden.

Die S&P-Experten sehen in Italien «wiederkehrende Schwächen» bei der konjunkturellen Entwicklung. Ausserdem habe die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im internationalen Wettbewerb nachgelassen. Die Ratingagentur geht davon aus, dass Italien die Rezession Anfang 2015 verlassen dürfte. Allerdings erwartet sie im kommenden Jahr nur ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Zuvor hatte die Agentur noch Wachstum von 1,1 Prozent prognostiziert.

Ausblick «stabil»

Den Ausblick für die Kreditbewertung setzte S&P auf «stabil». Damit ist vorerst keine weitere Abstufung zu erwarten. Die Agentur begründete diese Entscheidung mit der Aussicht auf weitere Strukturreformen in Italien, die die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und das Wachstum stärken sollen.

Mit der neuen Bewertung stuft S&P Italien so niedrig ein wie keine andere der führenden Agenturen. Bei Moody's wird das Euroland zwei Stufen über Ramschniveau eingestuft und bei Fitch drei Stufen.

(awp/gku)

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