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Erholung
Ratingagentur Fitch stuft Island hoch

Island: Die Krone hat sich stabilisiert. Keystone

Fitch hat die Bewertung für Island nach oben gesetzt. Die Ratingagentur erklärt den Schritt gleich mit mehreren Gründen. Das Land wurde wie kaum ein anderes von der Finanzkrise getroffen.

Veröffentlicht am 08.07.2017

Die Ratingagentur Fitch hat die Bonitätsbewertung für Island heraufgestuft. Die langfristigen Verbindlichkeiten des Inselstaats würden nun mit "A-" nach zuvor "BBB+" benotet, teilte die US-Agentur am Freitag mit. Der Ausblick sei positiv.

Grund seien unter anderem der grosse Leistungsbilanzüberschuss und die starken Kapitalzuflüsse, die wiederum die Finanzen des Landes gestärkt hätten, hält Fitch fest. Ausserdem sei Islands Wirtschaft nicht mehr so stark verwundbar von aussen. Auch der Anstieg der isländischen Krone sei vorteilhaft.

Island von Finanzkrise schwer getroffen

Island mit seinen rund 300'000 Einwohnern wurde wie kaum ein anderes Land von der Finanzkrise getroffen. Das gesamte Bankensystem des Inselstaates im Nordatlantik kollabierte 2008 nach Jahrzehnten der aggressiven Expansion in Übersee innerhalb einer Woche. Eine Staatspleite konnte nur durch die Verstaatlichung der Banken und mit Hilfe ausländischer Darlehen in Milliardenhöhe verhindert werden.

(sda/moh)

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