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Abgestraft
Ratingagenturen erhöhen Druck auf Griechenland

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis: Risiko von Liquiditätsengpässen ist gestiegen. Keystone

Die Ratingagentur Standard & Poor's senkt die Kreditwürdigkeit von Griechenland. Auch Moody's prüft diesen Schritt. Damit ist für das Land die Rückkehr an die Kapitalmärkte in weite Ferne gerückt.

Veröffentlicht am 06.02.2015

Angesichts der andauernden Unsicherheiten im Schuldenstreit zwischen Griechenland und den anderen Euro-Staaten wächst der Druck der Ratingagenturen auf die Regierung in Athen. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkte die Bonitätsnote Griechenlands. Die Bewertung werde auf «B-» von zuvor «B» herabgestuft, teilte S&P mit.

Als Grund wurden Liquiditätsengpässe griechischer Banken angegeben. Zudem könnten längere Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern die Finanzstabilität gefährden. Es drohten Geldabflüsse und im schlimmsten Falle Kapitalverkehrskontrollen und ein Austritt aus der Währungsunion.

Moody's erwägt Herabstufung

Die Ratingagentur Moody's erklärte, sie prüfe eine Herabstufung Griechenlands. «Die Hauptursache für die Prüfung einer Herabstufung ist das hohe Mass an Ungewissheit über das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Kreditgebern», erklärte Moody's.

S&P hatte bereits im Januar vor dem Wahlsieg des linken Syriza-Bündnisses mit einer Herabstufung gedroht. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras lehnt zahlreiche Reformen ab, die Griechenland als Gegenleistung für Milliardenkredite von den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds vereinbart hatte. Der Staat steht bei seinen Geldgebern mit rund 240 Milliarden Euro in der Kreide.

Euro gibt nach

Mit der Herabstufung dürfte die Rückkehr an den Kapitalmarkt in weitere Ferne rücken. Als Reaktion auf die Entscheidung gab der Euro weiter nach und kostete 1,1312 Dollar.

(reuters/tno/dbe)

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