Nach einem bisher strapaziösen Jahr hofft der Detailhandel auf das Weihnachtsgeschäft. Ob und wie sich der Wunsch erfüllt, ergründeten die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young (EY) mittels einer Konsumentenbefragung.

Der Basis-Befund ist positiv: «Konsumlust zu Weihnachten deutlich gestiegen», meldet die Studie. Gaben die Befragten 2015 durchschnittlich noch 275 Franken für Geschenke aus, so sollen es dieses Jahr 294 Franken sein.

Reiche weniger, Familien mehr

Schub kommt vom Mittelstand: Konsumenten mit Netto-Jahreseinkommen zwischen 81'000 und 100'000 Franken wollen ihr Weihnachtsbudget um 33 Prozent aufstocken. Reichere aber neigen zum Abstufen. Diejenigen mit Einkommen zwischen 101'000 und 120'000 Franken wollen um 15 Prozent reduzieren, solche mit über 120'000 Franken um 12 Prozent. Worauf der Handel bauen kann, sind Familien. Dort plant man, 10 Prozent mehr auszugeben als letztes Jahr. 

Wofür die Befragten das Geld ausgeben wollen, auch das weiss die Studie. Das Resultat: Schweizer sind beständig und praktisch in ihrer Geschenkwahl. Was die Befragten am häufigsten verschenken wollen, sehen Sie in der Bildergalerie oben. 

Klumpenrisiko Dezember

Die Rangliste macht Heimelektronikvertreiber und Leuten, die mit Freizeitartikeln Geld verdienen, Hoffnung auf stabile Umsätze. Für diese Segmente ist der Dezember entscheidend. Die Umsätze des letzten Monats vom Jahr liegen dort zwischen rund 70 Prozent für Spielwaren bis sogar 80 Prozent bei Heimelektronik über dem Durchschnitt der restlichen Monate, beziffert CS-Experte Sascha Jucker die Wichtigkeit des Weihnachtsgeschäfts.