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Rekord-CO2-Ausstoss: «Ein Alarmsignal»

Der Pro-Kopf-Ausstoss der OECD-Länder übertrifft Entwicklungsländer wie China. (Bild:Keystone)

Die Produktion von Kohlendioxid hat 2010 erneut alle Rekorde geschlagen. Zusammen mit den Zahlen der vergangenen Jahre sind nun schon fast 80 Prozent des erlaubten Maximums bis 2020 erreicht - und es

Veröffentlicht am 30.05.2011

Der Ausstoss von klimaschädlichen Treibhausgasen hat 2010 wieder einmal einen Rekordstand erreicht. IEA-Chefvolkswirt Fatih Birol sprach von einem "Alarmsignal", da die erst für 2020 angepeilten Emissionen bereits jetzt zu 80 Prozent erreicht seien.

Falls nicht schnell "mutige Entscheide" gefällt würden, werde es schwer, das Ziel auch einzuhalten, warnte Birol. Die internationale Gemeinschaft hatte vergangenes Jahr im mexikanischen Badeort Cancún vereinbart, den zu erwartenden weltweiten Temperaturanstieg auf höchstens zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Vergangenes Jahr wurden gemäss der Internationelen Energieagentur aber 30,6 Gigatonnen Kohlendioxid (CO2) produziert. Die Zahlen für das vergangene Jahr bezeichnete Birol als "schweren Rückschlag". Der CO2-Ausstoss hatte bereits 2008 einen Rekordwert von 29,3 Gigatonnen erreicht und war dann 2009, im Jahr der Finanzkrise, vorübergehend gesunken. 44 Prozent der Emissionen kamen im vergangenen Jahr durch Kohle, 36 Prozent durch Öl und 20 Prozent durch Gas zustande.

Die 34 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), deren Energieinteressen die IEA vertritt, trugen mit 40 Prozent zum CO2-Ausstoss bei. Allerdings stünden diese Länder nur für 25 Prozent des Anstiegs gegenüber 2009, erklärte die IEA.

In Schwellenländern wie China oder Indien war der Anstieg demnach deutlich höher. Da diese Länder aber mehr Einwohner haben, lag der Pro-Kopf-Ausstoss in den OECD-Ländern mit zehn Tonnen über China mit 5,8 Tonnen.

(laf/sda/kgh)

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