Trotz der drastischen Einsparungen der Madrider Regierung sind die Schulden des spanischen Staates im vorigen Jahr kräftiger gestiegen als je zuvor. Wie die spanische Zentralbank mitteilte, betrugen die Staatsschulden im Dezember 2012 rund 884 Milliarden Euro, 84,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen nach der aktuellen Methode. Im Vergleich zum Dezember 2011 erhöhte sich der Anteil des Schuldenbergs am BIP um den Rekordwert von 14,8 Prozentpunkten. Zum Anstieg des Schuldenbergs trug vor allem die Neuverschuldung des Zentralstaates bei.

Dies ging vor allem darauf zurück, dass die Einsparungen durch die hohen Zinsen für Staatsanleihen grösstenteils aufgezehrt wurden. Ausserdem schlugen sich die EU-Hilfskredite zur Sanierung maroder Banken in Höhe von rund 40 Milliarden Euro auf die Schulden des Staates nieder. Neben dem Zentralstaat häuften auch die Regierungen der einzelnen Regionen des Landes neue Schuldenberge an.

(jev/aho/awp)