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Widerstand
Rezession zwingt Russland zu Leitzinssenkung

Russische Zentralbank: Ein tieferer Leitzins soll den Konsum treiben. Keystone

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist die russische Zentralbank zum Handeln gezwungen. Mit einer lockeren Geldpolitik will sie sich gegen eine Abschwächung der Konjunktur stemmen.

Veröffentlicht am 13.03.2015

Die russische Notenbank hat wegen der schweren Wirtschaftskrise zum zweiten Mal in diesem Jahr ihren Leitzins gesenkt. Sie kappte den Satz am Freitag auf 14 von zuvor 15 Prozent, nachdem er zu Jahresbeginn noch bei 17 Prozent gelegen hatte. Falls nötig, seien noch weitere Zinsschritte möglich, erklärte die Zentralbank und begründete dies mit Hinweisen «auf eine deutliche Konjunkturabkühlung».

Angesichts der westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und dem Preisverfall des wichtigsten Exportschlagers Öl fürchtet die Zentralbank eine Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr zwischen 3,5 und 4,0 Prozent schrumpfen, sagte sie am Freitag voraus.

Konsum billiger

Sinkende Zinsen machen Kredite für Investitionen und Konsum billiger, was die Konjunktur anschieben kann. Sie machen aber auch eine Währung unattraktiver: Der Rubel gab daher um rund 0,3 Prozent zum Dollar auf 61,37 nach.

Grössere Inflationsgefahren sieht die Zentralbank nicht: Die Teuerungsrate werde angesichts der schwachen Konjunktur binnen eines Jahres auf etwa neun Prozent fallen. Derzeit liegt die Inflationsrate bei 16,7 Prozent.

(reuters/ise/lur)

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