Die Schweizer Konjunkturexperten heben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum an. Das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) werde sich in diesem Jahr um 1,6 Prozent ausweiten, im nächsten Jahr sogar um 1,9 Prozent.

Die Prognosen liegen damit um 0,3 respektive 0,2 Prozentpunkte höher als noch im Juni, wie die ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF am Mittwoch mitteilte. Die Umfrage bei Konjunkturexperten von 22 Institutionen wurde in den vorangegangenen Tagen durchgeführt, nachdem das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) überraschend gute Zahlen zum BIP-Wachstum im zweiten Quartal publiziert hat.

Auch die UBS bläst ins gleiche Horn: Nach ihrer ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Prognose dürfte das Schweizer BIP in diesem Jahr erstmals die Schwelle von 600 Milliarden Franken überschreiten.

Exporte 2013 unverändert

Die Konjunkturprognostiker korrigierten ihre Prognose für die Zunahme der Bau- und Ausrüstungsinvestitionen im laufenden Jahr auf 1,1 Prozent leicht nach oben, für die Exporte blieb sie mit 1,7 Prozent unverändert.

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Die Einschätzungen für 2014 zur Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen sowie der Exporte haben die befragten Ökonomen deutlich nach oben revidiert: Sie erwarten ein Wachstum der Schweizer Exporte von 4,2 Prozent im kommenden Jahr. Im Juni waren es noch 3,7 Prozent gewesen. Für die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen erhöhten sie die Prognose von 2,2 auf 2,6 Prozent.

Den Anstieg der Konsumentenpreise sehen die Konjunkturexperten leicht tiefer bei 0,5 Prozent nach 0,7 Prozent im Juni. Die Arbeitslosenquote sehen sie unverändert bei 3,2 Prozent in diesem und im nächsten Jahr.

Zinswende erwartet

Bei den langfristigen Zinsen erwarten die Befragten eine Zinswende, wie die KOF schreibt. So werde beim Kassazins der 10-jährigen Bundesobligation neu mit 1,1 Prozent in drei Monaten und 1,5 Prozent in zwölf Monaten gerechnet. Im Juni waren erst 0,8 Prozent respektive 1,1 Prozent veranschlagt worden. Und der Euro-Kurs wird in drei Monaten bei 1,24 Franken gesehen.

(sda/rcv/aho)