Seit Anfang Februar hat der Rubel zu Dollar und Euro etwa dreissig Prozent an Wert gewonnen. Das sind die mit Abstand stärksten Gewinne unter den weltweit grössten Währungen. Die Erholung folgt jedoch auf einen heftigen Einbruch, ausgelöst durch den Konflikt in der Ostukraine und den Absturz der Ölpreise. Mitte Dezember hatte sich der Rubel deswegen im freien Fall befunden. Die Notenbank sah sich zu massiven Zinserhöhungen und Devisenverkäufen gezwungen.

Die jetzige Erholung erklären Experten zum einen damit, dass sich die Lage im Osten der Ukraine zumindest nicht weiter verschlechtert hat. Zudem muss Russland zurzeit keine Verschärfung der vom Westen auferlegten Wirtschaftssanktionen befürchten, die die Wirtschaft des Landes stark belasten und die Inflation nach oben treiben.

Auch wegen Stabilisierung am Ölmarkt

Entlastung erfährt Russland auch durch die Stabilisierung am Ölmarkt: Nach einem Einbruch von mehr als 50 Prozent seit vergangenem Sommer haben sich die Rohölpreise seit Jahresbeginn stabilisiert und zuletzt wieder leicht zugelegt. Rohöl und Gas sind die mit Abstand wichtigsten Ausfuhrgüter Russlands.

(sda/se)