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Bier
Rund drei Millionen Gäste zur Oktoberfest-Halbzeit

Die Stiobers: Bier-Freunde. Keystone

Halbzeit am Oktoberfest: Die Zahl der Besucher steigt. Nach nasskalten ersten Tagen strömten die Besucher vor allem in der zweiten Wochenhälfte auf das Festgelände.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Das Münchner Oktoberfest hat in diesem Jahr bis zur Halbzeit wieder etwas mehr Menschen angelockt als im Vorjahr. Rund drei Millionen Menschen kamen bis zum Sonntag auf das Volksfest, wie Festleiter Josef Schmid am Sonntag berichtete. Im Vorjahr lag die Zahl leicht darunter. Es sei eine entspannte, friedliche und ruhige, eine «scheene» Wiesn, sagte Schmid. Weniger Gedränge, seltener überfüllte Bierzelte: «Es ist eine Wiesn, auf der für alle Platz ist.»

Die Sicherheitsvorkehrungen mit Eingangskontrollen und Taschenverbot liefen laut Schmid reibungslos. Die meisten Besucher kämen gleich ohne grössere Taschen. Nach nasskalten ersten Tagen strömten die Besucher vor allem in der zweiten Wochenhälfte auf das Festgelände. Sie kamen mit Appetit und verspeisten 60 Ochsen sowie 21 Kälber.

Mehr Kontrollen

Die Polizei verzeichnete mit den gestiegenen Besucherzahlen auch mehr Einsätze. Rund 920 Mal mussten die Beamten ausrücken. Dennoch sei die Wiesn so sicher wie kaum ein anderer Ort, sagte Mediensprecher Marcus da Gloria Martins. Ein Anstieg der Drogendelikte auf der Wiesn – meist ging es um Marihuana – liege auch an den verschärften Kontrollen und der besseren Videoüberwachung. Die Steigerung der Sexualdelikte hänge wiederum nicht zuletzt mit einem geänderten Strafrecht sowie der höheren Sensibilität zusammen, Delikte anzuzeigen.

Auch die Sanitätsstation des Roten Kreuzes berichtete von einem normalen Verlauf. Die Helfer mussten wie stets vor allem Schürfwunden, Schnittverletzungen und Alkoholvergiftungen behandeln.

Blitzeinschlag in Festzelt

Am Sonntagabend sorgte ein Blitz, der in ein Festzelt einschlug, für Aufregung. Dabei wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand verletzt. Das Festzelt auf der Oidn Wiesn habe lediglich einen kleinen Schaden davongetragen. Der sei aber so klein gewesen, dass das Zelt nicht geräumt werden musste und der Betrieb regulär weitergehen konnte, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Auf der Wiesn müssen alle Zelte mit einem Blitzschutz ausgestattet sein.

Die Fahrgeschäfte des Oktoberfestes waren kurz nach dem Unwetter bereits wieder in Betrieb. Sie hatten zuvor wegen des aufziehenden Unwetters aus Sicherheitsgründen eine kurze Pause eingelegt. Auf der Theresienwiese waren einige Strassen wegen des heftigen Regengusses überspült.

(sda/ise)

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