Die russische Notenbank ergreift die Initiative: Der Schlüsselzins für die Refinanzierung der Banken steige ab Anfang kommender Woche von 8,0 auf 8,25 Prozent und der Zins für Übernachteinlagen von 3,0 auf 3,25 Prozent, teilte die Bank mit. Auch zahlreiche andere Zinssätze erhöhten die Währungshüter um einen viertel Prozentpunkt.

Die Teuerung hatte sich zwar zuletzt etwas stabilisiert, liegt mit 9,6 Prozent aber noch über dem für Ende 2011 angepeilten Niveau von unter 7 Prozent. Die Erhöhung des Schlüsselzinses verdeutlicht die Sorge der Notenbank vor der Inflation und ihren Willen, dagegen vorzugehen, auch wenn das eine stärkere Währung zur Folge hat.

In der Folge der Zinsschrittes kletterte der Rubel auf den höchsten Stand zum Dollar seit Ende 2008.