Mitten in der Ukraine-Krise hat Russlands Notenbank die Leitzinsen überraschend erhöht. Die Zentralbank in Moskau begründete die Entscheidung am Freitag mit der Sorge vor einer anziehenden Inflation sowie geopolitische Spannungen. Das Zentralbankgeld verteuert sich mit der Erhöhung um einen halben Punkt auf acht Prozent. Bereits im März und April waren die Zinsen um insgesamt zwei Prozentpunkte angehoben worden.

Die Inflationsrate war im Juni mit 7,8 Prozent weit über das Ziel der Notenbank hinausgeschossen. Sie nannte zudem die möglichen Auswirkungen der Ukraine-Krise auf den Wechselkurs als Grund für die Straffung der Zügel.

Rubel legt leicht zu

Die russische Landeswährung legte zum Dollar nach dem Entscheid leicht zu. Wegen seiner Rolle im Ukraine-Konflikt hat der Westen Russland mit Sanktionen belegt, die bereits in den vergangenen Monaten den Aktienmarkt des Schwellenlandes belasteten und zu einem Kursverfall des Rubel führten.

Derzeit berät die EU über eine Verschärfung der Strafmassnahmen. Russland wird vorgeworfen, die Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen.

(sda/se)