Die russische Zentralbank hat die Märkte auf eine weitere Zinssenkung eingestimmt. Womöglich werde der Schlüsselsatz zur Versorgung der Finanzinstitute mit Geld nächste Woche um einen halben oder einen Viertel Prozentpunkt gekappt, sagte Notenbankchefin Elvira Nabiullina.

Die Bedingungen dafür sind aus ihrer Sicht günstig: Die Inflationsrate lag zuletzt bei 4,1 Prozent und damit nahe der Stabilitätsmarke von vier Prozent, die die Notenbank anstrebt. Sie hat den Leitzins bereits im März um einen Viertel Prozentpunkt auf 9,75 Prozent gesenkt und weitere Schritte nach unten in Aussicht gestellt.

Wirtschaftliche Erholung

Die Zentralbank begründete dieses Vorgehen unter anderem mit der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung. Sie rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 bis 1,5 Prozent. Der Wirtschaft setzen die westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt und der niedrige Ölpreis zu, der in den vergangenen Monaten aber wieder etwas gestiegen ist.

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(reuters/chb)