Befeuert von der Talfahrt des Ölpreises ist der Wechselkurs des russischen Rubel zum Euro und US-Dollar auf seinen Jahrestiefstand gefallen. Ein Euro kostete an der Moskauer Börse am Montag zwischenzeitlich mehr als 83 Rubel.

Dies sei der niedrigste Stand seit Mitte Dezember, meldete die Agentur Tass. Der Dollar lag vorübergehend bei mehr als 71,2 Rubel. Ein Franken kostete knapp 73 Rubel. Später gab die russische Notenbank die amtlichen Wechselkurse mit etwa 81,15 Rubel je Euro und rund 70,75 je Dollar an.

Probleme der Rohstoffmacht

Seit Monaten befindet sich die Währung der Rohstoffmacht Russland im freien Fall. Vor allem Reisen in Euro-, Dollar- oder Franken-Länder werden damit für Russen zunehmend unattraktiver. Zum Euro hat der Rubel seit Mitte Mai mehr als 47 Prozent seines Wertes verloren.

Dies hänge damit zusammen, dass der Ölpreis auf den tiefsten Stand seit Jahren gefallen sei, hatte Regierungschef Dmitri Medwedew am Wochenende gesagt. «Das wichtigste in solchen Situationen ist, nicht nervös zu werden und keine hastigen Entscheidungen zu treffen», betonte er. Experten erwarten eine Fortsetzung des Trends.

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Brent bestimmt Rubelkurs

Für den Rubelkurs ist vor allem die Preisentwicklung der Nordseesorte Brent entscheidend. Das Barrel (159 Liter) rutschte am Montag auf 44,20 Dollar ab, den tiefsten Stand seit März 2009.

(sda/gku)