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Schwung
Russland erhöht Prognose für die Wirtschaftsentwicklung

Skyline von Moskau: Es geht aufwärts im grössten Land der Welt. Keystone

Die Regierung in Moskau hat die Erwartungen für den Zeitraum von 2017 bis 2020 angepasst. Trotz Ölpreiszerfall und westlichen Sanktionen sieht die Zukunft nicht schlecht aus.

Veröffentlicht am 28.08.2017

Russlands Wirtschaft wird nach Ansicht der Regierung in den kommenden Jahren besser in Schwung kommen als bislang gedacht. Sie veranschlagt in ihrer am Montag vorgelegten Prognose für den Zeitraum 2017 bis 2020 pro Jahr im Durchschnitt ein Plus beim Bruttoinlandprodukt (BIP) von 2,2 Prozent.

In einer früheren Schätzzahl hatte das Wirtschaftsministerium nur ein Zuwachs von 1,6 Prozent erwartet. Das stark von Rohstoffexporten abhängige Schwellenland stellt sich für die nächsten Jahre auf einen weiteren Ölpreisverfall ein.

Sanktionen gut verkraftet

Er wird jedoch laut Regierung voraussichtlich nicht so stark ausfallen, wie zuletzt geschätzt: Für 2020 veranschlagt sie nun einen Preis pro Barrel von 44,20 Dollar. Im April hatte sie 42,60 Dollar auf dem Zettel. Derzeit liegt der Preis bei 51,50 Dollar.

Die Wirtschaft zwischen St. Petersburg und Wladiwostok hat den Einbruch beim Ölpreis und die Sanktionen des Westens mittlerweile recht gut weggesteckt. Für das zweite Quartal hatte das Nationale Statistikamt unlängst ein Plus von 2,5 Prozent gemeldet. Die Wirtschaft ist seit Ende 2016 wieder im Aufwind, nachdem das BIP zuvor sieben Quartale lang geschrumpft war.

(reuters/gku)

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