Die russische Notenbank greift dem Bankensektor angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise länger unter die Arme. Die gelockerten Regeln würden bis zum 1. Oktober beibehalten, teilte die Zentralbank am Freitag mit.

Die im Dezember eingeführten Hilfen sollten ursprünglich am 1. Juli auslaufen. Konkret nennt die Notenbank neue Wechselkurse, die die Geldhäuser bei der Bewertung ihrer Risikopapiere nutzen dürfen. Laut der Notenbank sind diese Kurse allerdings nicht mehr ganz so vorteilhaft für die Banken wie noch im Dezember.

Rubel hat sich gefangen

Darüber hinaus müssen die Finanzinstitute weiterhin keine Rückstellungen für Kredite vornehmen, die wegen der westlichen Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts gefährdet seien.

Nach einem dramatischen Sinkflug hat sich auch die Landeswährung Rubel mittlerweile stabilisiert: Sie legte zum Dollar in diesem Jahr bereits rund 18 Prozent zu. Im ersten Quartal war die russische Wirtschaft im Jahresvergleich um zwei Prozent geschrumpft.

(sda/ise)