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Russland will Iran für die Öldiät begeistern

Ölpumpe: Der Ölpreis bleibt im Keller. Keystone

Russland und weitere Ölförderer wollen den Preis fürs schwarze Gold stabilisieren. Doch Iran schert aus. Dass will Moskau nun ändern.

Veröffentlicht am 14.03.2016

Die wichtigen Ölförderer Russland und Saudi-Arabien hatten sich mit Katar und Venezuela im Februar darauf geeinigt, die Fördermengen auf dem Niveau vom Januar zu halten und nicht weiter auszudehnen. Damit soll der Verfall der Ölpreise eingedämmt werden. Die Preise waren von Mitte 2014 bis Ende 2015 um bis zu 70 Prozent eingebrochen. Seither erholten sie sich zwischenzeitlich wieder etwas, ein Ende des langjährigen Preistiefs sehen viele Beobachter aber noch nicht.

Der Iran hatte den Forderungen bis jetzt eine Absage erteilt. «Beim Thema Einfrieren ist unsere Position klar, und an der hat sich nichts geändert«, sagte Sanganeh. Dies wolle er auch Nowak mitteilen. Die Produktion solle dagegen auf 4 Millionen Fass pro Tag - und damit auf den Stand vor den kürzlich beendeten Sanktionen - erhöht werden.

«Sie sollen uns in Ruhe lassen»

«Eine Zusammenarbeit (bezüglich des Einfrierens) wäre danach möglich, aber bis dahin sollen sie uns mit dem Thema in Ruhe lassen», sagte der Minister. Ausserdem müssten hierbei laut Sanganeh nicht die Förderunternehmen im Iran aktiv werden - sondern diejenigen Länder, die den Preisverfall durch Ausweitung der Fördermengen angefacht hatten.

(sda/mbü/chb)

 

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