Die Ukraine-Krise hat die Börsen in Asien auch am Dienstag im Bann gehalten. Die USA setzten nach Angaben des Präsidialamts die militärische Zusammenarbeit mit Russland aus und stoppten Gespräche, die zu engeren Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern führen sollten. Für etwas Entspannung sorgten allerdings Agenturmeldungen, Russlands Präsident Wladimir Putin habe die in dieser Woche an Manövern unweit der Ukraine beteiligten Soldaten angewiesen, an ihre Stützpunkte zurückzukehren.

Der russische Aktienmarkt startete nach den massiven Kursverlusten am Montag mit Gewinnen in den Handel. Auch dem Euro gaben die Meldungen Auftrieb, er stieg zwischenzeitlich auf 1,3767 von 1,3734 Dollar im späten Handel am Montag. Die Hoffnung auf eine Entspannung dürfte auch der Schweizer Börse zu einer Erholung von den Vortagesverlusten verhelfen.

«Investoren rechnen nicht mit Militärkonflikt»

Der MSCI-Index für Asiens Börsen ohne Japan notierte 0,1 Prozent im Plus. »Die Investoren scheinen zu denken, dass Russland die Krim einnehmen und der Westen Sanktionen gegen Moskau verhängen wird, aber es wird wahrscheinlich keinen Militärkonflikt geben», sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,5 Prozent fester auf 14.721 Punkten. Börsianer sagten, langfristig orientierte Investoren aus dem Ausland kauften sich ein und stützten damit die Kurse.

Anzeige

(reuters/me/sim)