Mitten in der Ukraine-Krise geht es mit Russlands Wirtschaft weiter bergab. Das Finanzministerium in Moskau rechnet der staatlichen Nachrichtenagentur RIA zufolge auch für das laufende Quartal mit einem schrumpfenden Bruttoinlandprodukt (BIP).

«Alles deutet darauf hin, dass das BIP im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt zurückgeht, das zweite Mal hintereinander», wurde der für die langfristige Planung zuständige Ministeriumsbeamte Maxim Oreschkin zitiert. Damit wäre die Voraussetzung für eine wirtschaftliche Rezession nach gängiger Definition erfüllt.

Aussichten ungewiss

Stromerzeugung, Frachtaufkommen und Gasproduktion seien im April schwach gewesen und lieferten keinen Grund zum Optimismus. Die wirtschaftliche Entwicklung im dritten Quartal hänge unter anderem vom Ausmass der geopolitischen Unsicherheit ab.

(reuters/moh)