Infolge des niedrigen Ölpreises und der westlichen Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise ist die russische Wirtschaft in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 2 Prozent geschrumpft. Der Rückgang ist der erste in einem ersten Quartal seit 2009.

«Die negativen Tendenzen setzen sich dieses Jahr fort», sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew am Dienstag vor Parlamentsabgeordneten. Allerdings sei die derzeitige Entwicklung nicht so schlimm wie Anfang 2009.

Billiges Öl belastet

Für das ganze Jahr erwartet die russische Regierung einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 3 Prozent. Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew hatte Ende Januar eine Inflationsrate von 12 Prozent vorausgesagt; die Kapitalflucht wird laut Regierungsprognose bei umgerechnet 110 Milliarden Franken liegen.

Russland leidet besonders unter dem starken Einbruch des Ölpreises seit vergangenem Sommer. Hinzu kommen die infolge des Ukraine-Konflikts verhängten westlichen Wirtschaftssanktionen.

(sda/dbe/ama)

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