Die russische Notenbank hat am Montag den Leitzins überraschend angehoben. Der Leitzins steige um 1,5 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent, teilte die Zentralbank am Montagmorgen mit. Es war der erste Zinsschritt seit 17 Monaten. Experten sehen hierin eine Reaktion der Währungshüter zur Stärkung des russischen Rubel. Die Landeswährung war mit der Sorge vor einer Eskalation der Lage in der Ukraine zum US-Dollar auf ein neues Rekordtief abgerutscht.

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Am Morgen wurden für einen US-Dollar zeitweise bis zu 36,90 Rubel bezahlt. Für einen Euro stieg der Kurs auf bis zu 50,21 Rubel. Die russische Währung setzte damit ihre Talfahrt seit Beginn des Jahres weiter fort.

«Massnahme zur Stabilisierung»

«Der Zinsschritt ist eindeutig eine Massnahme zur Stabilisierung der russischen Währung», sagte ein Experte der Bank of America. Die Notenbank werde durch geopolitische Faktoren unter starken Handlungsdruck gesetzt. Am Wochenende hatte sich die Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zugespitzt, nachdem russische Truppen die Halbinsel Krim besetzt hatten. Daraufhin setzten die G7-Industrienationen ihre Vorbereitungen auf das geplante G8-Treffen in Russland aus.

(awp/moh/sim)