Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras ist Befürchtungen entgegengetreten, seinem Land drohe 2015/16 eine Haushaltslücke von bis zu 4 Milliarden Euro. Der von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) genannte Fehlbetrag beruhe auf einer Arbeitshypothese.

Dies sagte der konservative Politiker in einem am Samstag veröffentlichten Interview der Zeitung «Ta Nea». «Gewöhnlich ist die Zahl am Ende kleiner und nach einigen Korrekturen gänzlich verschwunden.» Finanzminister Jannis Stournaras hatte der Nachrichtenagentur Reuters diese Woche gesagt, 2015/16 könne sogar die Aufnahme neuer Schulden vermieden werden.

Griechenland wird von seinen europäischen und internationalen Partnern seit 2011 mit 240 Milliarden Euro unterstützt und hat einen Grossteil der Summe bereits erhalten. Am Mittwoch floss eine weitere Kredittranche aus dem Euro-Schutzschirm ESFS nach Athen.

Auch der IWF steuerte seinen Anteil von 1,72 Milliarden Euro bei. Dagegen machte eine Gruppe von elf Schwellen- und Entwicklungsländern Front. Unter Führung Brasiliens sprach sie sich im IWF gegen die Freigabe der Mittel aus und enthielt sich der Stimme.

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(vst/sda)