Die Ölminister von einigen der wichtigsten Förderländer haben sich auf eine Begrenzung der Ölförderung geeinigt. Die Produktion solle auf dem Niveau vom Januar eingefroren werden, sagte Katars Ölminister Mohammad bin Saleh Al-Sada am Dienstag nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Russland, Saudi-Arabien und Venezuela. «Wir glauben, dass dieser Schritt den Markt stabilisieren wird», sagte er. Die Vereinbarung sei jedoch davon abhängig, dass sich andere Produzenten ihr anschlössen.

Der saudische Ölminister Ali Al-Naimi sagte, in den kommenden Monaten sollten weitere Schritte zur Stabilisierung des Marktes geprüft werden. «Das Treffen war erfolgreich», betonte er. Er hoffe nun, dass Ölförderländer innerhalb und ausserhalb des Kartells Opec die Vorschläge übernehmen. Der Output vom Januar sei genügend hoch, um die Nachfrage der Kunden zu befriedigen, so Al-Naimi. Als die Gespräche bekannt wurden, stieg der Ölpreis der Referenzsorte Brent auf knapp 34 Dollar pro Barrell.

Am heutigen Dienstag notierte WTI-Öl um 10.33 Uhr bei 30,35 Dollar pro Barrel um 2,9 Prozent fester.

Turbulenzen an den internationalen Märkten

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) hat Saudi-Arabien im Januar 10,2 Millionen Barrels am Tag produziert. Der Höchststand in letzter Zeit war mit 10,5 Millionen Barrels im vergangenen Juni erreicht worden. Russland hat im selben Monat sogar fast 10,9 Millionen Barrels am Tag produziert.

Der fallende Ölpreis sorgte jüngst für Turbulenzen an den internationalen Märkten. Der tiefe Ölpreis sei nicht positiv für die Welt gewesen, so Al-Sada. Katar werde die Einhaltung der Einigung überwachen, sagte der Minister.

Rekordhohe Ölvorräte

Vor mehr als einem Jahr hatte die Opec entschieden, ihre Förderung nicht zu drosseln. Öl notiert weiter etwa 70 Prozent unter dem Hoch 2014. Das Angebot liegt weiter über der Nachfrage und rekordhohe Ölvorräte steigen weiter. Es sei möglich, dass der Ölpreis auf unter 20 Dollar je Barrel falle, ehe die Talfahrt vorüber sei, hiess es von der Goldman Sachs Group Inc.

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(reuters/bloomberg/gku/me)