Immer mehr Menschen in der Schweiz erfüllen sich den Traum einer eigenen Wohnung. Mehr als jeder Dritte war Ende 2010 Wohneigentümer. Das sind 200'000 Haushalte mehr als zehn Jahre zuvor. Der Trend der früheren Untersuchungen hält damit an.

Dies ergab die Strukturerhebung der eidgenössischen Volkszählung 2010, die am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht wurde. Die Studie, die nur Wohnungen berücksichtigt, liefert zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 aktuelle Daten zu den Wohnverhältnissen in der Schweiz.

Ende 2010 lebten demnach in der Schweiz 36,8 Prozent der Bevölkerung in ihrer eigenen Wohnung. Dies entspricht 1'264'900 Haushalten. Seit 1970 ist die Wohneigentumsquote stetig angestiegen. 1970 lag sie noch bei 28,5 Prozent, bei der Volkszählung im Jahr 2000 gaben schon 34,6 Prozent der Haushalte eigenes Wohneigentum an.

Die Anzahl Wohnungen im Stockwerkeigentum hat laut BFS am stärksten zugenommen. Deren absolute Zahl ist zwischen 2000 und 2010 von 237'700 auf 373'500 angestiegen. Die Mehrheit der Eigentümer leben aber nach wie vor in einer Wohnung im eigenen Haus.

Grosse kantonale Unterschiede

Eine regionale Analyse zeigt, dass zwischen den Kantonen grosse Unterschiede bestehen. Die Kantone Jura (58,0 Prozent) und Wallis (56,8 Prozent) weisen die höchsten Wohneigentumsquoten auf, die städtischen Kantone Basel-Stadt (14,6 Prozent) und Genf (17,0 Prozent) hingegen die tiefsten. In den Kantonen Appenzell Innerrhoden (51,6 Prozent) und Aargau (49,3 Prozent) lebt jeder zweite Haushalt in seiner eigenen Wohnung.

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Bei Betrachtung der Wohnverhältnisse nach Haushaltstyp zeigt sich, dass Ende 2010 ein Fünftel (21,3 Prozent) der Alleinlebenden eine Wohnung besass, während dies bei den Paaren mit (49,0 Prozent) oder ohne Kinder (48,4 Prozent) bei knapp der Hälfte der Fall war. Paare ohne Kind (14,8 Prozent) leben eher in Stockwerkeigentum als Paare mit Kindern (10,6 Prozent). Umgekehrt leben Paare mit Kindern häufiger in ihrem eigenen Haus (38,4 Prozent) als Paare ohne Kind (33,6 Prozent).

(tke/aho/sda)