Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank stecken in den kommenden Tagen in der peruanischen Hauptstadt Lima den Kurs der nächsten Monate ab. IWF-Direktorin Christine Lagarde und Weltbank-Präsident Jim Yong Kim wollen in Zeiten grosser Unsicherheiten heute Donnerstag über das Jahrestreffen informieren, das von Freitag bis Sonntag stattfindet.

Sorgen bereitet den in Lima anwesenden IWF-Funktionären, Regierungsvertretern und Notenbankgouverneuren besonders die lahmende Konjunktur in China. Durch die weltweit gesunkenen Rohstoffpreise steigt bei den Exportländern zudem das Risiko, dass das Wirtschaftswachstum abgewürgt wird und die Finanzlage sich verschlechtert.

Auch der Klimawandel muss angegangen werden

Neben der Lage in der Eurozone und der weiterhin fragilen Situation in Griechenland wird es an der IWF-Jahrestagung auch darum gehen, weitere Finanzzusagen für die von 2020 an geplanten 100 Milliarden US-Dollar an öffentlichem und privaten Kapital zur Bekämpfung des Klimawandels zusammenbekommen.

Anzeige

Die Füllung des grünen Klimafonds, dessen Gelder vor allem Entwicklungs- und Schwellenländern zugutekommen sollen, gilt als elementar, um im Dezember in Paris einen Weltklimavertrag mit Treibhausgasminderungszusagen von über 190 Staaten abzuschliessen.

(sda/gku)