In China mehren sich die Anzeichen für eine weitere Abkühlung der Konjunktur. Die Investitionen in Maschinen, Gebäude, Grundstücke und andere Sachanlagen legten von Januar bis April mit zwölf Prozent so wenig zu wie seit fast 15 Jahren nicht mehr, wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte.

Die Industrieproduktion wuchs im April zum Vorjahr um 5,9 Prozent und blieb damit leicht hinter den Erwartungen zurück. Dies gilt auch für die Einzelhandelsumsätze, die um zehn Prozent stiegen und damit weniger stark als im März. Das sind schlechte Nachrichten für die staatlichen Wirtschaftslenker, die dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von sieben Prozent anpeilen.

Schlechtes Omen

Diese Rate wurde im ersten Quartal gerade noch erreicht. Doch die enttäuschenden Daten sind ein schlechtes Omen für die Konjunkturaussichten im Frühjahr. Viele Experten erwarten daher, dass die kommunistische Führung die Wirtschaft mit weiteren Massnahmen anschieben wird.

Zuletzt hatte die Notenbank zum dritten Mal binnen sechs Monaten die Zinsen gesenkt. Im vergangenen Jahr hatte sich das Wirtschaftswachstum auf 7,4 Prozent abgekühlt. Das war das geringste Plus seit 24 Jahren.

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(reuters/dbe/ama)