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Schlepperei ist profitabler als Drogenhandel

Schlepperwagen: Über 30'000 Menschenhändler sind allein in Europa aktiv. Keystone

Weltweit werden Milliarden mit dem Schmuggeln von Drogen und Waffen umgesetzt. Noch rentabler ist laut der EU-Grenzschutzagentur Frontex aber das Geschäft mit dem Handeln von Menschen.

Veröffentlicht am 06.09.2015

Die Profite, die kriminelle Banden mit Menschenhandel machen, sind höher als jene, die durch illegalen Waffen- oder Drogenhandel erreicht werden. Dies berichtete die EU-Grenzschutzagentur Frontex.

Menschenhandel sei derzeit das weltweit rentabelste illegale Geschäft, zitierten italienische Medien am Sonntag Frontex-Sprecherin Izabella Cooper. Die Schlepper würden immer häufiger auf soziale Netzwerke wie Facebook zurückgreifen, um ihre «Dienstleistungen» anzubieten, Preise zu verhandeln und die Reisen für die Migranten zu organisieren.

30'000 Schlepper

Laut Europol sind über 30'000 Menschenhändler in Europa im Einsatz. «Der Kampf gegen den Menschenhandel ist eine absolute Priorität, nicht nur für Europol, sondern für alle EU-Länder», betonte der Leiter für die im Kampf gegen das organisierte Verbrechen eingesetzte Europol-Einheit Robert Crepinko.

Europol plant die Einrichtung einer Einheit am griechischen Hafen von Piräus, um den Menschenhandel über die Türkei aktiver zu bekämpfen.

(sda/ise)

 

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