Der Dezember präsentiert sich dieses Jahr so winterlich wie schon lange nicht mehr. Die Klagen der Wintertourismusorte vom letzten Jahr liegen noch vielen in den Ohren. Vor dem 16. Dezember war in vielen Skigebieten nicht an offene Pisten zu denken. Der Dezember 2011 war der drittwärmste Dezember der letzten 50 Jahre. Der Schnee kam dann doch noch, so richtig Lust auf Weihnachtstage in den Bergen kam 2011 aber nicht auf.

Anders in diesem Jahr. Der Winter verbreitet weihnachtliche Stimmung pünktlich zum ersten Advent. Dies treibt die Menschen über Weihnachten und Neujahr in die Berge. Der Schnee habe bis in Flachland eine Buchungswelle ausgelöst, sagten Sprecher der Tourismus-Organisationen von Davos und der Jungfrau-Region auf Anfrage von «Handelszeitung Online». Der Buchungsstand sei im Vergleich zum letzten Jahr viel besser. Vor allem in den letzten zehn Tagen haben die Buchungen stark zugenommen. Von ausgebuchten Betten will bei den Tourismusorten niemand sprechen, es gebe noch freie Plätze. 

Die Lenzerheide vermeldet, dass bei einigen Hotels ein Buchungsplus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vorliegt. Bei Wallis Tourismus heisst es auf Anfrage, man hoffe auf eine gute Auslastung. Der frühe Wintereinbruch habe in der Schweiz richtig Lust auf Bergwinterferien gemacht. So seien viele offene Offerten definitiv gebucht worden. Die Bedingungen stufen die Walliser Touristiker als optimal ein. Sowohl bei Hotels als auch bei der sogenannten Parahotellerie, wie Ferienwohnungen und Chalets.

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Bei Schweiz Tourismus werden die Bedingungen für die kommende Weihnachts- und Wintersaison als hervorragend bezeichnet. Der Wintereinbruch habe zu vielen Spontanbuchungen vor allem aus der Schweiz geführt. Der Währungsnachteil führe dazu, dass vor allem die Binnennachfrage für die Festtage steigt, ist man sich Schweiz Tourismus sicher.

Auch bei den Ski- und Wintersportausrüstern klingeln die Kassen. Die Kälte und der Schnee haben die Kauflust auf Wintersportartikel steigen lassen. Verbuchte Stöckli Outdoor Sports im letzten Dezember noch ein Minus im zweistelligen Prozentbereich, so laufen die Geschäfte dieses Jahr wetterbedingt optimal.